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Akademie · On-Chain

Cluster 3: Kapitalverhalten

Cluster 3 beantwortet die direkteste aller Fragen, nämlich wohin Coins wirklich fließen, unabhängig davon, wie sich der Markt fühlt oder welche Gewinne gerade realisiert werden. Da wir hier nicht Stimmungen oder Preisbewegungen messen, sondern physische Transaktionsbewegungen auf der Blockchain, ist dieser Cluster der unmittelbarste Verhaltens-Cluster des gesamten Frameworks. Wenn Coins auf Börsen fließen, bedeutet das in der Regel Verkaufsabsicht, weil Teilnehmer, die ihre Coins auf eine Börse transferieren, diese dort typischerweise verkaufen möchten. Da dadurch das verfügbare Angebot auf dem Markt steigt, ist ein anhaltender Netto-Zufluss auf Börsen ein Distributionssignal. Wenn Coins hingegen von Börsen in private Wallets fließen, also in sogenannte Self-Custody , zeigt das Halteabsicht, weil Coins, die den unmittelbaren Verkaufskreislauf verlassen, das verfügbare Angebot verknappen. Da sinkendes Angebot bei gleichbleibender oder steigender Nachfrage preisunterstützend wirkt, ist ein anhaltender Netto-Abfluss von Börsen ein Akkumulationssignal. Der entscheidende Vorteil dieses Clusters liegt darin, dass dieses Verhalten nicht gefälscht werden kann, obwohl Preis und Stimmung manipulierbar sind, denn Blockchain-Transaktionen sind dauerhaft und unveränderlich, sodass niemand eine Bewegung rückgängig machen oder verbergen kann. Fußnoten: Börse (Exchange): Eine Plattform wie Binance, Coinbase oder Bybit, auf der Bitcoin ge- und verkauft werden kann. Da Coins auf einer Börse jederzeit verkaufsbereit sind, gelten hohe Exchange-Bestände und steigende Zuflüsse als Warnsignal für erhöhten Verkaufsdruck. Self-Custody: Die eigenverantwortliche Verwahrung von Bitcoin in einer persönlichen Wallet, ohne dass eine dritte Partei Zugriff hat. Da diese Coins dem direkten Verkaufsdruck entzogen werden, gilt ein Anstieg der Self-Custody als Akkumulationssignal.

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